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Simbabwe

Geografie und Bevölkerung

Simbabwe ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Mit knapp 400 tausend Quadratkilometern besitzt es in etwa die Summe der Flächen von Deutschland und der Schweiz. Die Einwohnerzahl beträgt 14,5 Millionen, wobei Harare mit 1,5 Millionen Einwohnern gleichzeitig größte Stadt und Hauptstadt von Simbabwe ist.

Victoria Falls

Simbabwe hat ein subtropisches bis tropisches Klima mit heißen Sommern (bis 35°C) und angenehmen Wintern (bis 25°C). Das Land ist überwiegend von Trockensavannen bedeckt, die in der Regenzeit (November bis März) mit bis zu zwei Metern hohem Gras bewachsen sind. Dieses Gras dient als Nahrungsgrundlage für eine artenreiche Tierwelt (Nashörner, Elefanten, Giraffen, Zebras, Löwen, Leoparden…). In Simbabwe befinden sich mehrere Nationalparks, die zunehmend Touristen anlocken. Der berühmteste ist wohl der Victoria Falls National Park an der Grenze zu Sambia. Dort befindet sich auch der größte Wasserfall Afrikas. In der nahegelegenen Stadt Victoria Falls ist die Umhambi Initiative ansässig.

Geprägt durch die Einflüsse aus der Kolonialzeit durch das Vereinigte Königreich bis ins Jahr 1980, besteht die Bevölkerung heute zu 90-95% aus Christen.

Politische und wirtschaftliche Situation

Bis zur international anerkannten Unabhängigkeit im Jahr 1980, war Simbabwe Kolonie des Vereinigten Königreichs. In den darauffolgenden Jahren galt die Entwicklung des Landes als vorbildlich. Sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenserwartung nahmen stetig zu, das Land öffnete sich für die internationalen Märkte.

Diese positiven Tendenzen kehrten sich allerdings durch den zunehmend autokratischen und diktatorischen Führungsstil des Staatspräsidenten Mugabe ins Gegenteil. Landesinterne Konflikte und zunehmende wirtschaftliche Isolation führten zu einem, weltweit einmaligen, Absinken der Lebenserwartung von 60 auf 41 Jahren in der Zeit von 1987 bis 2001. Mit einem pro Kopf BIB von 1434 US$ (Stand 2018) belegt Simbabwe weltweit Rang 158 von 193. Die hohe Arbeitslosenquote führt zudem zu einer stark ungleichen Verteilung der Einkommen.

Zwar besserte sich die wirtschaftliche Situation nach 2010 geringfügig, was allerdings keine grundlegende Veränderung des Lebens in Simbabwe herbeiführte. Auch ein Wechsel im Präsidentenamt 2017 konnte weder politisch noch wirtschaftlich eine Trendwende einleiten. Der politische Alltag ist geprägt von Korruption, Unterdrückung und Inhaftierung Oppositioneller.  Selbst Hilfsorganisationen werden verboten und Mitarbeiter werden festgenommen, falls diese als Unterstützer der Opposition auftreten.

Ein weiteres Problem ist die hohe Inflation des Simbabwe Dollar. Die schnelle Geldentwertung macht diese Währung praktisch nutzlos, wodurch sich der US Dollar (obwohl illegal), als alltägliches Zahlungsmittel etabliert hat.  

Allerdings gibt es auch positive Entwicklungen. Beispielsweise wird Simbabwe mit seinen Nationalparks zunehmend beliebter unter Urlaubern. Der Tourismus bildet für die Zukunft ein wichtiges, wirtschaftliches Standbein. 

Leben in Simbabwe

Das Leben in Simbabwe ist geprägt von Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit und Energieknappheit. Zu den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen kommt das Problem der hohen Durchseuchung mit HIV/Aids hinzu. Zwar gibt es Programme der Regierung zur Eindämmung der Erkrankung, allerdings scheitern diese oft an der schlechten Medikamentenversorgung und mangelnder Betreuung der Infizierten. Entsprechend gibt es in Simbabwe viele Aids Waisen.  

Des Weiteren verschärfen Epidemien (z.B. Cholera) und durch den Klimawandel begünstigte Dürren die Situation zusätzlich. Auf eine große Dürrekatastrophe 2015/2016 folgten weitere Jahre mit zu geringen Niederschlägen und Ernteausfällen.

Aus den oben genannten Gründen ist die Bevölkerung von Simbabwe bei Bewältigung ihrer Probleme dringend auf Hilfen aus dem Ausland angewiesen.